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"Nebelsang"
von Tanja Meurer
(Genre:
Mystery, Horror)
In
der Luft irisierte der Klang gläserner Glocken oder einer Windharfe, sank ab
und schlich sich wieder lockend, leise, an ihr Ohr. Fast schien es, als kämen
die Laute aus dem Nichts. Diana war sich sicher, dass die Nebel dort draußen
nach ihr riefen. Es war derselbe Laut, den sie sich immer vorstellte, wenn sie
die Morgensonne durch Nebelfelder glühen sah und ihre Phantasie daraus
Melodien zauberte. An diesem Ort war es tatsächlich so. Sie glaubte, dass das
Licht wirklich Geräusche verursachte, wenn es sich in den feinen Wassertröpfchen
brach. Ihre Neugier zerrte sie förmlich aus der Sicherheit des Gasthofes und
dem Schutz ihrer Mutter, ihres Onkels und ihrer Schwestern hinaus. Der Klang führte
sie aus ihrem einsamen Zimmer, die Stufen hinab - wobei sie sorgsam darauf
achtete, dass niemand sie bemerkte, der unten, in der Schenke saß - über den
Hof und die kurze Dorfstraße, hinaus in die nebelverhangenen Wälder. Hier
erst schien es ihr, als könne sie plötzlich freier atmen, trotz der geringen
Sicht und der eigentlich unheimlichen Atmosphäre.
Sie
verengte die Augen zu schmalen Schlitzen und starrte in die bleichen Schwaden
zwischen den Bäumen, deren Stämme nichts weiter als fahl dunkle Silhouetten
waren. Das schwindende Sonnenlicht besaß keine Kraft mehr, sich gegen die
Nebel zur Wehr zu setzen.
Aber
kam diese unwirkliche Stimmung nur aus dem letzten Aufbegehren des Sommers
gegen den Winter?
Unter
ihren Füßen spürte sie die Steine, die Wurzeln, das Geröll, und die Kälte,
die der Boden bereits ausstrahlte, während die Luft immer noch etwas von
ihrem süßen Duft nach Früchten und Heu mit sich trug.
Diana
trat an den Stamm eines Baumes heran und lehnte sich mit dem Rücken dagegen.
Ihr Blick verlor sich in den leicht flackernden Nebeln und folgte dem feinen
Lockruf, der nicht aufhören wollte. Dieser Ort besaß für das verträumte Mädchen
einen ganz besonderen Zauber. Er regte – mehr denn je – ihre Phantasie an,
aber zugleich auch ihre tiefsten Ängste. Aber dürfte sich eine Dreizehnjährige
noch vor irgendetwas fürchten? Ihre Zwillingsschwester Jacky hätte sie jetzt
wieder damit aufgezogen. Aber sie liebte dieses Gefühl, etwas zu entdecken
und zugleich eine Gänsehaut dabei zu bekommen, weil sie auf den Spuren von
etwas Fremden war, das sie nur in ihren Träumen zu definieren wusste.
Fast
ohne es zu bemerken, verglich sie den Ruf wieder mit dieser zauberhaften,
dennoch morbiden Stimmung.
Sie
sah zu Boden. Die roten, goldenen und braunen Blätter unter ihren Schuhen,
der ganze, schmale Waldpfad, war verschunden unter einer dichten,
undurchdringlichen Nebelschicht. Sie
konnte nicht einmal mehr ihre Füße sehen.
Ein
leichter Schauer rann über ihren Rücken.
In
den Duft des Herbstes hatte sich ein weiterer, frischer, dennoch leicht
stechender Hauch gemischt. Der laue Wind trugen ihn zu ihr und umwehte sie
damit. Obgleich sie die schwachen Nuancen als Modergeruch schimmelnder Blüten
einordnen konnte, mochte sie ihn gerne. Vielleicht gab es hier doch noch ein
Haus, inmitten der Wälder und sie nahm einen Garten dort wahr!
Diana,
Jacky und Anjouli hatten noch lange nicht alle Wege und Landstriche dieses
vergessenen walisischen Ortes entdeckt, seit sie vor einer halben Woche hier
angekommen waren.
Vielleicht
fand sie ja etwas besonderes, etwas, dass sie erzählen konnte, ohne es
erfinden zu müssen! Sie wollte endlich mal ihre Zwillingsschwester übertrumpfen
können und ihr beweisen, dass sie mutig war, auf eigene Faust Dinge
erforschen und entdecken konnte, ohne ihre Hilfe zu brauchen!
Diana
lächelte entschlossen. Vielleicht würde sie damit sogar ihren Onkel Luca
beeindrucken können!
Still
löste sie sich von dem Stamm und folgte dem Geruch ein Stück weit über den
Weg.
Die
Nebel tanzten fast wie in Kristallen gefangenes Sonnenlicht vor ihr her,
nahmen manchmal Formen an, die wie Kugeln aussahen, dann auseinander stoben
und sich wieder zu koboldhaften, verwachsenen Geschöpfen zusammenzogen und
ein Stück des Weges vor ihr herwehten, nur um sich dann wieder zu verändern
und zu anderen Geschöpfen zu werden, feenhafter, zierlich und schön.
Der
Geruch nach Blumen und Moder änderte sich jedes Mal um einige Nuancen mit der
Verwandlung des Nebels zu einem neuen Wesen.
Dann
federte eine der Gestalten hinauf, durch die bereits stark entlaubten Äste
und riss Blätter herab.
Diana
faszinierte der Anblick so sehr, wie er sie erschreckte. Waren diese Wesen
wirklich?
Sie
konnte es sich kaum vorstellen, aber dennoch war es wohl so, denn das Laub
regnete auf sie herab und versank auf Höhe ihrer Knie in einem milchig weißen,
aus sich heraus glühenden Nebelsee. Farne und Büsche hoben ihre Kronen noch
aus der gleichmäßigen Fläche, aber Diana konnte den unteren Teil ihrer
Beine gar nicht mehr sehen, ja nicht einmal sagen, über welchen Grund ihre Füße
bislang gegangen waren, denn selbst diesen Laut schien der dichte Bodennebel
zu verschlucken. Es fühlte sich auch nicht mehr nach trockenen Blätter und
Geröll an, sondern eher weich, fast etwas schwammig, wie Moos auf modrigen Ästen.
Sie fuhr zusammen. Nun überfiel die Angst sie doch! Nie hätte sie allein so
weit durch einen - ihr fremden - Wald gehen dürfen!
War
es denn eine große Entfernung bis zum Gasthof, in dem ihre Familie wartete?
Sie sah sich vorsichtig um. Der Nebel stieg weiter an, verschlang die Stämme
der Bäume, alle Büsche und Farne. Anders als zuvor schien ihr nun die
Atmosphäre schwer und erstickend! Sie spürte die eisige Faust der Angst, die
ihr schwaches Herz zu zerdrücken versuchte. Dann hörte sie einen anderen
Laut aus dem feinen Glockenton heraus, das Brechen von Ästen, das Rauschen
des Herbstlaubes und einen dumpfen Laut, das Auftreffen eines schweren,
dennoch weichen Körpers auf dem schwammigen Untergrund. Sie spürte sogar wie
der Boden unter ihren Füßen durch das Gewicht leicht erbebte.
Das
war der Moment, an dem Dianas Verstand von glühender Panik überschwemmt
wurde und das Kind losstürmte.
Sie
wusste nicht wohin sie lief, konnte es sich auch nicht mehr aussuchen, denn
das, was gerade herabgefallen war, musste sich hinter ihr befinden! Sie hörte
seine schweren Schritte, das Beben in dem weichen, federnden Boden und das
schwere, kurzatmige Keuchen, aber auch einen anderen Laut, der ihr zusätzliche
Kraft verlieh, schneller zu werden, ungeachtet der Flechten, die nach ihren Füßen
griffen und sie aufzuhalten versuchten, der Äste, die sich nach ihrem Haar
herabneigten und danach griffen und der Wurzeln, die sich um ihre Beine
schlangen! Es klang als zerrissen Stoffe und Fleisch, brächen Knochen unter
gewaltiger Kraftanstrengung. Sie entwickelte eine ungeheure Stärke, die weit
über alles hinaus reichte, was Jacky je zustande brachte. Einmal glaubte sie,
sogar mitten in einen Baum hineinzurennen, der plötzlich aus den Nebeln
auftauchte, aber sie stieß ihre Hände instinktiv nach vorne und der Stamm
zersplitterte in glimmende Späne.
Nichts
schien sie noch aufhalten zu können! Für einen Moment spürte Diana ein
unglaubliches Gefühl von Glück und Stärke, Macht und einem Hauch von
Wissen, dass sie mehr als ein einfaches Menschenmädchen war, aber dieses Gefühl
versank sehr schnell in kläglicher Angst und brennender Panik, als sie
bemerkte, dass das, was sie wohl eben alles getan hatte, seinen Tribut zollte.
Von einem Herzschlag zum nächsten, fühlte sie sich müde, erschöpft und spürte
nun wie sehr ihre Lungen schmerzten und pfiffen. Sie hatte den Eindruck
brennende Luft zu atmen und spürte den gewaltigen Druck in ihrem Brustkorb.
Ihr Herz hämmerte mit weitaus mehr Gewalt, als es gut für sie war. Sie spürte,
dass sie sich überanstrengt hatte und nun unweigerlich ein Zusammenbruch
folgen musste. Den Schmerzen in ihrer Brust nach zu urteilen, war es sogar
wahrscheinlicher, dass sie schlicht sterben würde. Aber war das Ding hinter
ihr, nicht auch ihr sicherer Tod?! Sie besaß nicht mehr die Kraft, darüber
zu lachen, aber mit dieser Erkenntnis begann ihr Verstand wieder klar genug zu
arbeiten. Was sollte sie tun? Es gab kein Entkommen mehr!
Schwächer
und langsamer, unkontrollierter, taumelte sie voran und strauchelte immer
wieder, fing sich aber ab. Hinter ihr hörte sie noch immer das Wesen, was rücksichtslos
durch Büsche und Äste brach. Aber scheinbar war seine Größe ein Hindernis
für ihn, überlegte sie und tauchte unter einem niedrig hängenden Ast
hindurch. Vielleicht war das ihre – wenn auch geringe – Chance, ihm doch
noch zu entrinnen! Für einen winzigen Moment hatte sie tatsächlich erwogen,
sich vielleicht irgendwo zu verbergen. Sie sah nicht wohin sie lief, er auch
nicht. Aber im Gegensatz zu Diana schien er sie zu wittern, fast wie ein
Werwolf!
Der
Gedanke gefror zu einer Falle, in die sie sich selbst hineinbegeben würde, um
nie wieder hinaus zu kommen.
Wenn
sie ihren Gegner doch nur kennen würde! Ein greller Schmerz in ihrer Brust
ließ sie taumeln. Sie fühlte, wie ihr Herz aussetzte und sich erstickende
Finsternis um sie zusammenzog. Doch ihr Wille war stark genug, sich am Leben
festzuklammern. Sie wollte nicht sterben! Mit aller Kraft drängte den Schwächeanfall
zurück. Innerlich wusste sie, dass sie ihre Grenzen bereits erreicht, wenn
nicht sogar überschritten hatte. Aber das half ihr nun auch nicht weiter. Sie
musste laufen, rennen, wollte sie je ihre Mutter und ihre Schwestern wieder
sehen; oder ihren Onkel Luca, der Mann, für den sie schwärmte.
Hinter
ihr brach dieses Wesen durch das Geäst und riss die dichten Nebel
auseinander. Diana fuhr entsetzt herum. Sie musste sehen, wer ihr Gegner war!
Wenigstens das sollte ihr vergönnt sein! Mit diesem Wissen würde sie besser
und klüger handeln können; wenn das Ding ihr die Chance dazu ließ!
Als
sie sich herumdrehte, trat ihr Fuß ins Leere. Sie spürte, wie ihre
Schuhspitze an Geröll und Wurzeln abglitt und sie das Gleichgewicht verlor.
Mit wild rudernden Armen kämpfte sie gegen den Sturz, wobei die Welt um sie
herum erneut in Nebeln versank. Seltsamerweise empfand sie keine Angst, als
sie stürzte, selbst nicht einmal, als ihre Nägel über morsches Holz
kratzten und abbrachen. Der Schmerz und die eisige Luft an den blutigen
Fingerkuppen, nahm sie kaum wahr. Aus den Nebelmeeren, die über ihr
zusammenschlugen, reckte sich plötzlich ein Arm, um sie aufzufangen, dann
noch einer und immer mehr; schließlich Hunderte. Sie fiel durch Hände, die
sie streiften, ihre Kleider griffen, um sie zu halten, ihre Haut streichelten
oder zerkratzten. Aber nichts und niemand schien in der Lage zu sein, ihren
Fall aufzuhalten!
Diana
machte sich gar keine Illusionen mehr darüber, dass sie an einem Ort jenseits
der Wirklichkeit, vermutlich jenseits des Lebens sein musste. Irgendwo lag
sicher ihr Körper, entweder tot - und sie war auf dem Weg in die Hölle -
oder sie hatte das Bewusstsein verloren und zugleich den schrecklichsten
Alptraum ihres Lebens.
In
der Situation war sie hilflos…
Stumm,
aber mit fast wissenschaftlichem Interesse verfolgte sie ihren schier endlosen
Sturz hinab. Die Hände, die sich ihr entgegen streckten waren die von
Kindern, klein und puppig, oder knochig dünn. Aber ihr wurde bewusst, dass
die Meisten spitzenbesetzte, fingerlose Handschuhe in schmutzigem Weiß trugen
und pastellene Ärmel zu umrüschten Handgelenken verliefen. Einmal sah sie
sogar Tierpfoten in Kleidern.
Doch
dem Gedankengang konnte sich nicht mehr folgen, denn plötzlich schlug sie mit
dem Rücken und dem Kopf auf.
Ihr
Bewusstsein versank in einem rotgoldenen Licht, dem ein samten schwarzer
Nachhimmel nachdrängte und wirbelnden Blättern, die sich auf ihren
geschundenen Leib nieder legten. Das letzte, was Diana noch mitbekam, bevor
die Ohnmacht sich um ihren Geist legte, war die klare, kühle Herbstluft und
das schönste Mädchengesicht, was sie je gesehen hatte.
Der
beißende Geruch reinen Ammoniaks weckte sie sehr rasch wieder, aber auch eine
Unmasse rauer Spitzen, die kalt und feucht über ihrem Gesicht lagen.
Keuchend
richtete sie sich auf und riss das feuchte Taschentuch von Stirn und Nase weg.
Ihr
Gegenüber zuckte erschrocken zusammen. Es war das selbe Gesicht, dass sie als
Letztes wahrgenommen hatte, bevor sich die Ohnmacht um ihren Geist gelegt
hatte.
Diana
fuhr sich über die Augen. Das Mädchen ihr gegenüber musste im gleichen
Alter sein, vielleicht ein Jahr älter oder jünger. Rote Zöpfe lagen über
ihren Schultern und gelocktes Pony fiel in ihre klaren, grünen Augen. Sie
hatte fast elfenhaft fein geschnittene Gesichtszüge und eine Haut, deren
Farbe an Porzellan erinnerte. Was Diana allerdings irritierte, waren Kleid und
Schnürstiefel, die sie jederzeit eher in einem Modekatalog des ausgehenden
neunzehnten Jahrhunderts erwartet hätte. Das Mädchen sah sie still an, die
blassen Lippen zu einem scheuen Lächeln geöffnet.
Sie
deutete nun auf Diana. „Geht es dir gut?“, fragte sie leise. Ihre Stimme
klang wie der Laut einer Glasharfe, das Klingen der Wassertropfen im Nebel.
Für
einen winzigen Moment glaubte Diana, dass Locken, den Ruf, zu vernehmen, der
sie hier her geleitet hatte. Mit einem Lidschlag verscheuchte sie den Gedanken
und schob ihn an den Rand ihres Bewusstseins.
„Geht
es dir gut?“, wiederholte das Mädchen ihre Frage.
Diana
schauderte erneut, mahnte sich dann aber zur Vorsicht und überlegte kurz. Sie
lauschte in sich nach, ob sie Schmerzen hatte, ihr Herz weh tat, ihre Lungen
noch brannten, ihre Knie- und Fußgelenke sich wieder entspannt hatten, oder
ihr Rücken schmerzte. Aber bis auf den starken Ammoniak-Gestank, der sich in
ihre Nase geätzt hatte, fiel ihr nichts Außergewöhnliches auf. Ihr ging es
richtig gut. Sie lächelte. „Ja, danke.“
Ihr
Gegenüber erwiderte nun das Lächeln genauso optimistisch und fröhlich.
„Das
ist gut“, entgegnete das Mädchen.
Diana
streckte sich im Sitzen. Tatsächlich war es ihr seit Jahren nicht besser
gegangen, und das völlig ohne Medikamente und die endlosen Kuren, die ewigen
Reisen und das unstete Hin- und Hersiedeln ihrer Mutter, damit Dianas Herz
nicht überlastet würde.
Eigentlich,
darin war sich Diana fast sicher, hätten sie gar nicht so oft an andere Orte
umziehen müssen. Das Mädchen wusste nicht einmal wo sie und Jacky geboren
worden waren. Aber jedes Mal, wenn sie entsprechende Fragen stellte, schlug
ihre Mutter zu, statt eine Antwort zu geben. Jacky hatte es sich zum Hobby
gemacht, ihre Mutter so zur Weißglut zu treiben. Sie reizte absichtlich den
labilen Frieden, bis er kippte. Nur wenn Onkel Luca da war, benamen sich die
Schwestern und nur dann war es ruhig und erträglich zu Hause; wo immer dieses
„ZUHAUSE“ dann gerade war. Er half meistens bei den Umzügen, tat
das, was Mutter nicht im Stande war, zu erledigen. Er packte mit den Mädchen,
kümmerte sich um die kleine Anjouli, die eher im Weg war, mit ihren drei
Jahren, fuhr den Umzugswagen und trug mit den Mädchen die Kartons in das neue
Haus. Aber all das war so weit fort.
Irgendwo,
an einem fernen Ort, jenseits dieses Mädchens, waren ihre Mutter und ihre
Schwestern in dem Gasthof, in der Obhut ihres Onkels. War es überhaupt ein
Ort? Gab es sie denn noch?
„Diana,
du stellst die falschen Thesen auf“, sagte das Mädchen ruhig.
Erschrocken
hob Diana den Kopf und sah sie an. „Habe ich ausgesprochen, was ich gedacht
habe?“, fragte sie leise.
Das
Mädchen schüttelte sachte den Kopf, sodass sich ihre Zöpfe kaum auf der rüschenüberfrachteten
Bluse bewegten.
„Nein,
aber ich will dir gleich die Karten offen auf den Tisch legen“, begann sie
ernst. Dabei stand sie auf und streckte Diana ihre blasse schmale Hand
entgegen.
„Ich
habe dich nicht gerettet sondern gerufen.“
Das
junge Mädchen zögerte kurz, bevor sie die Finger ergriff und sich auf die Füße
ziehen ließ. Diana war überrascht, wie viel Kraft in dem zarten Körper
ihres Gegenübers ruhte, zumal sie für ihr Alter sehr groß war und das
rothaarige Mädchen fast um einen Kopf überragte.
„Was
meinst du damit?“, fragte Diana, obgleich sie die Antwort kannte.
„Das
weißt du“, entgegnete das Mädchen, wobei ein feines Lächeln um ihre
Lippen spielte.
„Die
Stimme im Nebel, das warst du, oder?“, fragte sie dennoch, wobei sie sich
mit der Hand durch ihre langen braunen Locken strich und mit angeekeltem Blick
ein paar feine Äste und trockenes Laub heraus fischte.
„Ja.
Ich bin Celina.“
Scheinbar
erwartete sie eine Reaktion von Diana, ein Erkennen oder etwas anderes, aber
das junge Mädchen wusste nicht, wer Celina war, und warum sie nun reagieren
sollte.
„Hallo“,
lächelte Diana nun und drückte herzlich die schmale Hand Celinas.
Überrascht
- im positivsten Sinne - erwiderte Celina die Geste.
„Du
weißt wirklich nichts, oder?“, versicherte sie sich noch einmal.
Diana
zuckte mit den Schultern.
Die
feinen Porzellanlippen Celinas zuckten kurz und ihr klarer Blick verschleierte
sich. Es schien Diana fast, als verlöre sich der Blick des Mädchens an ihrer
Gestalt, als überlege sie etwas sehr wichtiges.
Dann
folgte sie ihren Augen und sah sie an sich herab. Ihre Hosen waren zerrissen
und staubig, die Turnschuhe machten den Eindruck, als wäre sie durch
Glassplitter gerannt und ihr gestreifter Rolli reichte nicht mehr zum Schuhe
putzen.
Verlegen
hob sie den Blick zu ihrer rothaarigen Freundin und fühlte sich schäbig und
schlecht.
Celinas
Augen hatte sich wieder geklärt. Sie lächelte, dieses Mal herzlich und
freundlich.
„Ich
glaube ich zeige dir zuerst mein Reich, meine Welt, der Ort an dem ich die
Herrin bin, und erkläre dir dann, warum ich dich zu mir rief.“
Diana
konnte kaum verhindern, dass Celina ihre Vorfreude bemerkte.
Das,
was geschah, waren reale Träume für Diana. Ihre Phantasie hatte sich
manifestiert.
Allerdings
verwirrte sie etwas an Celina; etwas an diesen grünen Augen. Die Tiefe
vielleicht, die Tatsache, dass es nicht die Augen und der Blick eines Kindes
war, oder die Ähnlichkeiten zu Lucas Augen?
Zumindest
war der Blick dieser Smaragdaugen zugleich das Fenster in eine andere Welt. Zu
gerne würde sie Celina lauschen und ihr folgen. Im Moment gab es nichts, was
ihr wichtiger erschien, als ihrer Freundin nahe zu sein. Dieses Mädchen,
obgleich Diana sie nicht kannte, stand ihr aus unerfindlichen Gründen näher
als Jacky, die sonst eine so enge Verbindung zu ihr hegte.
Umso
genauer folgten ihre Blicke auch der zarten Hand, die eine ausgreifende
Bewegung machte und dem Raum, dem Nichts, in dem sie sich wohl bis eben
befunden haben mussten, ein eigenes Gesicht verlieh.
Vermutlich
waren dort die ganze Zeit Himmel und Erde, aber Diana hatte sie nicht bemerkt.
Über ihr funkelten in unsäglicher Weite Millionen von Sternen, die sich wie
gleißende Lichter in absoluter Finsternis verloren. Ein fahler, voller Mond
stand weit entfernt und fast unwirklich für Dianas Bewusstsein inmitten der
Sterne. Sein Licht gereichte nur dazu, die Silhouetten der kahlen Herbstbäume
abzuheben. Es waren schwarze Skelettfinger, die sich in die Nacht erhoben,
fast wie betende, flehende Menschen, die in der Zeitlosigkeit erstarrt und von
der Welt vergessen worden waren. Sie sahen nach knienden Erwachsenen aus, die
ihre betenden Hände gen Gott hoben, aber nie erhört wurden, während die
gefallenen Blätter zu den Füßen der Mädchen, verloren Träumen waren,
braun und mürbe geworden, vergessen und für immer verloren.
Diana
sah Celina an und fröstelte. Sie konnte ihre Finger nicht aus der Hand ihrer
Freundin lösen. Das blasse Mädchen hielt sie mit eiserner Kraft fest.
Für
einen winzigen Moment erschütterte Diana der Gedankengang, dem sie bis eben
gefolgt war. Aber als Celina zu ihrer Bestätigung nickte, wurde sie ruhig.
Warum, begriff sie nicht, denn das wäre normal der Moment, in dem ihre Ängste
wieder hätten erwachen müssen. Aber fast schien es, als würde die Berührung
Celinas alle Ängste ersticken können. Es war der Blick dieser uralten Augen,
in denen sich Äonen wiederspiegelten, Ängste, Schmerzen, Wahnsinn, Wissen.
Diana schien es, als würde sich in dem Grün der Nachthimmel in all seiner
fremden Unendlichkeit wiederspiegeln. Zum ersten Mal erfuhr Diana eine Weite
und Freiheit, die ihr bislang nicht bewusst war. Die Welt, so wie sie sie
kannte, war ein Ort voller Grenzen. Das Ausmaß dessen unterschied sich zwar,
aber irgendwo endete alles. Nur der Blick dieser Augen und die Aussicht auf
die Unendlichkeit, gaben ihr Sicherheit und Vertauen, denn sie spürte, dass
es ihrer eigenen Natur ähnlicher war, als alles was sie bislang kennen lernen
konnte.
Celina
drückte sanft ihre Hand.
„Ich
bin das Chaos in der Ordnung, der Traum und der Alptraum, die Unsicherheit des
Geistes und die Wirrung des Lebens. Ich bin das Kind, das unberechenbar
ist.“
Sie
machte eine weitere Handbewegung nach vorne und Diana folgte ihr.
Bunte
Lichter erhellten die Nacht, flackernde Kerzen hinter farbigem Glas und hinter
feinen, transparenten Stoffen. Das Lachen von Kindern lag in der Luft, der
Duft von gebrannten Mandeln und Zimtäpfeln. Die Musik einer Dampforgel und
das metallene Rasseln von Ketten erscholl, bevor sich vor Diana das Bild einer
Kirmes kristallisierte, wie Nebel waberte und schließlich an Gestalt gewann.
Der bislang freie Platz, die unendliche Ebene, war plötzlich ein bunter,
wimmelnder Jahrmarkt, aus dessen Mitte sich weit über alle Baumwipfel ein
Riesenrad erhob, ganz aus Holz, beleuchtet mit geisterhaft flackernden,
kleinen Laternchen, die an den Gondeln pendelten und die Streben säumten.
Bunte Zeltbahnen, bemalte Wagen, große Kettenkarusselle und Schiffsschaukeln
ließen Dianas Blick kaum ruhen. Inmitten all dieser Attraktionen, die ihr nur
von uralten Fotographien des neunzehnten Jahrhunderts bekannt waren, stand sie
neben Celina, umströmt von kindlich unkoordiniertem Leben. Kleine Wesen,
wuselten um sie herum, Menschen, genauso wie aufrecht gehende Tiere, Füchse,
die Kniehosen, lange Wollsocken und kleine Wamse trugen, oder Kätzchen, die
weiße Seidenkleidchen, Strohhütchen und seidene Bänder um die Taille
hatten. Auch fand Diana Elfen, Zwergenkinder, Trolle, Gnome und blumenhafte
Geschöpfe. Einige etwas rüpelhaftere Jungen führten die Fahrgeschäfte,
blafften manchmal die Kinder an, wenn sie sich beim Ein- oder Aussteigen nicht
eilten und setzten die schwerfälligen Mechaniken in Gang.
Diana
begegnete Celinas Blick. Das rothaarige Mädchen hielt nun die Augen ihrer
Freundin fest.
„Das
ist mein Reich“, sagte sie ruhig.
„Hier
ist es schön“, flüsterte Diana. Sie spürte, wie ihr Stück um Stück die
Erinnerungen an ihre Schwestern entglitten. Sie fühlte nur noch die Hände
ihrer Mutter, die zeitweise brennende Spuren auf ihren Wangen hinterließen.
Diana
seufzte leise und schob den Gedanken von sich. Ihre Blicke glitten dabei über
Celina.
Die
Mimik des Mädchens war noch immer genauso ernst, wie zuvor.
„Bei
dir ist es wichtig, dass du deine Erinnerungen behältst, Diana. Du musst
immer daran denken, dass sie es war, die dich mir wegnehmen wollte.“ In
Celinas Stimme schwang ein leiser, hysterischer Unterton mit. „Du warst von
Anfang an mir versprochen …“
Diana
sah hoch. „Wovon redest Du?“
„Von
deiner Mutter, die dich mir immer vorenthalten hat.“
Diana
hob die Brauen, ergriff aber mit der freien Hand die andere Hand Celinas. Sie
wusste nicht, ob sie wirklich wissen wollte, warum das Mädchen unbedingt sie
wollte, aber es war richtig, dass sie nun hier war, an diesem Ort. Celina
brauchte sie und Diana hatte gar keinen Wunsch mehr, nach Hause zurückzukehren.
Die
Musik der Dampforgel ging ihr zu sehr durch die Glieder, bewegte sie dazu, mit
ihrer liebsten Freundin durch diese Welt der Kinder zu tanzen. Ihr Kopf legte
sich in den Nacken und sie ließ sich von den Lauten tragen, bewegte sich im
Kreis mit Celina. Das Universum drehte sich um sie, die kalte Nachluft
wirbelte die bunten Zeltfarben auf und die Blätter, die Träume der Eltern
und der Kinder.
Schwach
hörte sie die Stimme Celinas, die sie begeleitete, die ihr Kraft gab, den
Schritt zu wagen, ihr alle Kräfte zu schenken und immer bei ihr zu bleiben.
Sie befand sich in einem Taumel vollkommenen Glücks. In ihr erwachte helles
Lachen. Sie gestattete sich dieser Freude freien Lauf zu lassen. Alles war plötzlich
so unendlich und frei!
Celinas
Gelächter mischte sich in das ihres. Darin war etwas unendlich Dunkles,
verletzend Einsames, Trauriges, ein Hauch des Wahnsinns, aber auch kindliche
Reinheit. Diana zog sie im Tanz eng an sich und drückte sie zärtlich. Dann
blieb sie stehen, von einer Sekunde zu anderen, unvermittelt, denn unter all
den Kindern stand ein Mann, ein Erwachsner. Er hatte gewaltige schwarze Flügel
und schwarzes Haar. Seine grünen Augen waren die selben, die auch Celina
hatte, nur fand sich darin viel mehr Ruhe und Gelassenheit. Seine Hosen waren
nicht weniger zerrissen als die Dianas, sein Hemd Fetzen, die an seinem Leib
herab hingen, dennoch tat all das seiner majestätischen Gestalt keinen
Abbruch.
„Luca!“,
rief Diana.
Sie
wunderte sich nicht wirklich, dass Celina ebenfalls seinen Namen genannt
hatte, im gleichen Augenblick sogar. Nur hatte die Stimme ihrer Freundin einen
ganz anderen Klang, nicht überrascht, sondern viel mehr wütend.
Die
Musik und der Jahrmarkt gefroren mitten in der Bewegung zu vollkommener
Reglosigkeit. Diana spürte, dass dies der Moment zwischen den Zeiten war, die
vollkommene Zeitlosigkeit, Anfang und Ende zugleich.
„Celina,
gib mir meine Nichte wieder“, bat der schwarze Engel schlicht. Er hob seine
Hand und hielt sie Diana entgegen.
Das
bleiche Mädchen senkte nur traurig die Lieder. „Nimm mir nicht, was mir
versprochen wurde, Bruder.“
Diana
sah fragend zu Celina herab.
„Bruder?“,
fragte sie. Ihre Stimme klang hohl.
Celina
hob nun den Kopf. Ihre Gestalt veränderte sich geringfügig. Sie streckte
sich etwas in ihrem pastellenen Kleid, das rote Haar verfärbte sich
nachtschwarz und gewaltige Schwingen brachen aus ihrem Rücken, in denen alle
Farben des Regenbogens zu einem wirren, chaotischen Wirbel verschmolzen und zu
etwas Neuem, Bizarrem geboren wurden, fremd, und mit menschlichem Verstand
nicht mehr zu erfassen.
„Ich
habe vor Jahrhunderten deiner Mutter die Fähigkeit gegeben, aus dem Chaos
Magie zu weben, einem Menschen die Macht verliehen zu tun, was den Menschen
verboten ist. Dafür versprach sie mir das erste Leben aus ihrem Leib. Du bist
dieses Kind, was im Zeichen meines Reiches geboren wurde. Seither flieht sie
vor mir. Nun aber bist du von selbst zu mir gekommen, Diana. Du bist mehr als
all deine Schwestern ein Teil meiner Seele, denn in dir lebt die gleiche naive
Macht, das Chaos zu beherrschen und es neu zu formen, um ihm dann seinen
Willen zu lassen und neue Gestalt zu finden.“
Verwirrt
sah Diana Celina in die Augen. Der Blick machte sie wahnsinnig. Sie konnte
keinen klaren Gedanken mehr fassen. Hilfesuchend wendete sie sich zu Luca,
ihrem Onkel, der wohlweißlich so wenig menschlich war wie Celina und sie
selbst.
„Warst
du der, der mir durch die Nebel folgte?“, fragte sie, während sie ihre
Augen über seine zerrissene Kleidung gleiten ließ.
Er
nickte und hielt ihr weiterhin seine Hand entgegen.
„Dein
Platz ist an der Seite deiner Schwestern und bei mir“, sagte er leise.
Ihre
Augen füllten sich mit Tränen. Sie wollte nicht wieder zurück. Hier war ihr
Platz, bei Celina, ihrer Freundin.
„Was
sind wir, Onkel Luca?“, fragte Diana heiser. Tränen erstickten ihre Stimme.
„Seraphin,
schwarze Engel, Dämonen, Götter, was immer du willst, aber kein Teil dieser
Welt.“, erklärte er ruhig. Die Tatsache, dass er so kühl und gefasst war,
machte es Diana schwer, ihm in gewohnter Weise zu vertrauen. Dennoch löste
sie ihre Hände von Celinas und machte einen Schritt auf ihn zu.
„Sie
hat dich verlassen, aus Angst!“, rief Celina kalt. „Deine Mutter ist fort.
Frage Luca. Er ist euer Schutzgeist gewesen und er hat versagt. Nun ist sie
fort, hat dich und alle anderen allein gelassen, aus Angst, dass ich mich an
ihr räche, sie töte!“
Diana
sah sie entsetzt an, dann Luca, der unmerklich nickte.
Ihr
Herz raste plötzlich wieder schmerzhaft. Es kam ihr vor, als bohrten sich
eiserne Haken in ihre Seele und verankerten sie hier, an diesem Ort.
Sie
setzte noch einen Fuß in seine Richtung und keuchte plötzlich vor Schmerz.
Weißglühend rann ihr Blut durch ihre Adern und versengte alles in ihr, während
sie in die Knie sank. Celina blieb reglos, das spürte sie. Einzig Luca
bewegte sich. Der kalte Lufthauch, als er neben ihr auf die Knie ging, um sie
aufzufangen, berührte sie, und es schien ihr wie tausend Messerklingen. Ihr
geliebter Onkel war nicht mehr Teil ihres Lebens. Er stellte etwas dar, was
gegen Celinas und ihre Überzeugung sprach. Das Ruhige, Hoffnungsvolle in ihm
war es, was sie abstieß. Mit einem irren Schrei fuhr sie zurück. Es wunderte
sie gar nicht, dass sie von Regenbogenfedern umgeben war, die ihren Leib wärmten,
genauso wenig verwirrte es sie, dass sie ein Kleid wie Celinas trug und das in
den milden, nebelverhangenen, traurigen Farben des Herbstes schimmerte. Sie
gehörte nicht zu den Menschen, nicht zu ihrer Mutter und ihren Schwestern.
Ihr Weg war Celinas Weg. Sie war ein Teil des Chaos, in dem sie sich befand.
Luca und ihre Mutter waren wie die skelettierten Bäume, die um die Kinder und
ihre eigenen verlorenen Träume weinten. Ruhig erhob sie sich und sah zu ihrem
Onkel.
„Kehre
zurück zu meinen Schwestern und meiner Mutter“, sagte sie, und ihre Stimme
klang dumpf, drohend und fremd in ihren eigenen Ohren. „Beschütze sie vor
mir, das scheint ja deine Aufgabe zu sein. Bewahre sie gut, denn mein Weg ist
dieser hier! Wenn wir uns wieder sehen, sind wir Gegner!“
Macht
durchflutete sie. Sie wusste, dass Luca sie nicht gegen ihren Willen mit sich
nehmen konnte.
Aufrecht
und stolz ging sie zurück zu Celina. Ihre Schritte fühlten sich leichtfüßig
und frei an. Stumm lehnte sie ihre Stirn gegen die ihrer Freundin, Tante, was
immer Celina wirklich war.
Hier
war ihr Zuhause, das wusste sie nun. Sie schloss die Augen und lauschte auf
ihre Herzschläge, ihre und Celinas.
Still
harrte sie aus, bis die Schritte Lucas verklungen und die laute Umgebung des
Jahrmarktes sie wieder umfangen hatte. Das war keine Nacht für Schutzgötter,
nicht in der Welt des Chaos, nicht in der Welt der Kinder, und schon gar nicht
in der Samhain-Nacht.
Tanja
Meurer:
Tanja
Meurer, geboren 1973, in Wiesbaden, ist gelernte Bauzeichnerin aus dem Hochbau
und arbeitet seit 2001 in bauverwandten Berufen und ist seit 2004 bei einem
französischen Großkonzern als Dokumentationsassistenz beschäftigt.
Nebenberuflich arbeitet sie als Illustrator für verschiedene Verlage.
Tanja Meurer über sich selbst:
Als Tochter einer Graphikerin und Malerin blieb es nicht aus, dass ich schon
sehr früh mit Kunst in Berührung kam, weshalb ich auch seit 1997
nebenberuflich als Illustratorin arbeite.
Seit meiner Kinderzeit schreibe ich auch. Mit 8 Jahren kamen die ersten –
zugegeben sehr lächerlichen – Krimis zustande. Während der Schulzeit habe
ich das erste Mal eine Geschichte für den Verkauf in der Schule auf PC
geschrieben.
1997 kam die erste Kurzgeschichte in einem Fantasy-Magazin heraus und vier
Jahre später weitere.
2007, 2009 und 2010 gewann ich drei Ausschreibungen, wobei die Kurzgeschichten
und –Romane bei Kleinverlagen erschienen.
Die stärksten Einflüsse kommen bei mir durch Autoren wie E.T.A. Hoffmann,
Oscar Wilde, Hermann Hesse und Neil Gaiman.
Mehr über mich findet ihr unter:
www.tanja-meurer.de
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